Die Burgruine Dürnstein zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Wachau

Die Burgruine Dürnstein zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen der Wachau und gehört zu den eindrucksvollsten mittelalterlichen Burganlagen Österreichs. Hoch auf einem Felsen über der Donau gelegen, bietet sie einen spektakulären Blick über die Weinberge, die Donau und den historischen Ort Dürnstein. Gemeinsam mit der Altstadt bildet sie eines der markantesten Motive der UNESCO-Welterbelandschaft Wachau.

Die Burg wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts von den Kuenringern erbaut. Ihre strategische Lage ermöglichte die Kontrolle des Donautals, das bereits damals eine bedeutende Handels- und Verkehrsroute war. Über eine Wehrmauer war die Burg direkt mit der Stadt verbunden und bildete ein starkes Verteidigungssystem.

Weltberühmt wurde die Burg durch ein historisches Ereignis: Von Dezember 1192 bis März 1193 war hier der englische König Richard Löwenherz gefangen. Nach seiner Rückkehr vom Dritten Kreuzzug wurde er auf Veranlassung von Leopold V. festgesetzt. Erst nach Zahlung eines enormen Lösegeldes kam Richard wieder frei. 

Im Jahr 1645 wurde die Burg während des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen Truppen unter General Torstensson gesprengt. Seitdem ist sie eine Ruine. Trotz des Verfalls vermitteln die erhaltenen Mauern, Türme und Reste der Burgkapelle noch heute einen eindrucksvollen Eindruck ihrer einstigen Größe. In der ehemaligen Kapelle sind sogar noch Fragmente mittelalterlicher Fresken erhalten.