Lobkowicz-Palast

 

Der Lobkowicz-Palast ist ein historisches Gebäude im Prager Burgkomplex auf dem Hradschin . Er ist besonders bekannt als einziger privat geführter Palast innerhalb der Prager Burg, der der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Der Palast stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert, wurde aber im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut.

Er gehörte der einflussreichen adligen Familie Lobkowicz, die eine bedeutende Rolle in der tschechischen Politik, Kultur und Kunstgeschichte spielte.

Nach der Enteignung durch das kommunistische Regime 1948 wurde der Palast erst nach der Samtenen Revolution 1989 an die Familie zurückgegeben.

Der Palast ist ein prächtiges Barockgebäude, das Elemente der Renaissance und des Klassizismus in späteren Umbauten zeigt.

Die Innenräume sind reich dekoriert mit historischen Möbeln, Porträts, Tapisserien und Kunstwerken.

Heute beherbergt der Palast die Lobkowicz-Sammlung, eine der bedeutendsten privaten Sammlungen Europas. Dazu gehören:

Gemälde von Meistern wie Canaletto, Bruegel, Velázquez und Cranach.

Musikarchive, darunter originale Manuskripte von Beethoven, Mozart und Haydn.

Historische Waffen, Rüstungen und Porzellane.

Besonders berühmt ist die Sammlung von Beethoven-Kompositionen, die hier noch handschriftlich erhalten sind.

Innerhalb des Museums befinden sich mehrere Säale, die unterschiedlich nutzbar sind z.B. für eine Weinprobe mit Weinen aus dem eignen Lobkowicz-Weingut, davon 2 mit einem grandiosen Ausblick auf Prag.